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Pädagogisches Konzept



Die für uns WICHTIGSTEN Punkte für unsere Kindertagespflege aus dem Bildungs- und Erziehungsplan:

  1. Resilienz
  2. Lernmethodische Kompetenz
  3. Demokratie
  4. Interkulturelle Erziehung

Zusammenarbeit von Elternhaus und Kindertagespflege


Unsere Kindertagespflege ist eine formal und inhaltlich familiennahe Betreuungsform zur Erziehung und Bildung Ihres Kindes. Mit der Altersmischung werden dabei gezielte Themen aufgegriffen, die in klassischen Betreuungsformen nur in Ansätzen eine Rolle spielen.

Wir stellen einen familienergänzenden, pädagogisch bereichernden

Selbstverständlich sind unsere Erzieherinnen jederzeit gerne zu einem Gespräch mit Ihnen im Rahmen der "Erzieherinnensprechstunde" bereit. Wir bitten jedoch um vorherige Terminabsprache.


Das Spiel unserer Kinder


Wir unterscheiden fünf Hauptformen des kindlichen Spieles, die uns immer wieder im Gruppenalltag begleiten.

  • Funktionsspiele (z.B. Geschicklichkeitsspiele, Turnspiele, Sinnes- und Gedächtnisübungen)
  • Gestaltungs- und Konstruktionsspiele (z. B. Mosaik- und Steckspiel, Puzzle)
  • Rollen- und Partnerspiele (z. B. Vater, Mutter und Kind)
  • Kreis- und Bewegungsspiele (z. B. Riesenschlagen, Dreh` dich nicht um der Fuchs geht um)
  • Regelspiele (z. B. Obstgarten, Memory, Würfelspiele)

Unsere Kinder werden im Spiel zum freien Sprechen, zur Äußerung ihrer Gefühle und Bedürfnisse ermutigt. Sie erhalten Hilfestellung zur selbständigen Lösung ihrer Konflikte.

Spielerisch entwickeln Kinder vielerlei Fähigkeiten, sie erfahren, wie sie ihren Körper gebrauchen müssen, um mit ihrer Umwelt umgehen zu können. Sie bekommen Möglichkeiten geboten, ihre Emotionen auszudrücken und Ängste zu reduzieren oder zu überwinden.

Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das Freispiel, da es wesentlich zur körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes beiträgt. Nur aus dem Freispiel kann sich das Rollenspiel entwickeln, welches den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Selbsterfahrung und zum sozialen Lernen gibt.

Um eine positive Gesamtentwicklung zu gewährleisten, ist das ausgewogene Zusammenwirken von gezielten Angeboten und freiem Spiel von enormer Wichtigkeit.

Die pädagogische Fachkraft nimmt dabei in Anlehnung u.a. an die Montessori-Pädagogik eine beobachtende und begleitende ggf. anleitende Rolle ein.


Sozialerziehung und Persönlichkeitsbildung


Soziale Erziehung und Persönlichkeitsbildung sind nicht voneinander zu trennen. Sozialerziehung ist ein stetiger Anpassungsprozeß an das Gemeinschaftsleben. Gleichzeitig ist soziales Verhalten nicht durch Training erlernbar, sondern wird durch unmittelbares Erleben erworben.

Unsere Kinder lernen u. a.

  • innerliche und äußerliche Selbständigkeit
  • Ausgeglichenheit und emotionale Stabilität
  • Verantwortungsbewusstsein
  • und Wertorientierung

Zum Beispiel:

  • Trennung von Mutter oder Vater geht ohne Schwierigkeiten
  • Regeln der Gruppe beachten
  • eigene Meinung haben und vertreten können
  • mit anderen Kindern teilen
  • gewissen Grad von Unabhängigkeit erreichen (z. B. Spielmaterial selbst holen)
  • Grunderfahrung: akzeptiert und anerkannt zu sein
  • eigene Wege zur Lösung von Konflikten finden
  • Gewinnen und Verlieren können
  • eigene Erlebnisse und Gefühle einbringen
  • sein soziales Selbst finden
  • in kleinen Bereichen Verantwortung zu übernehmen
  • mit Gefühlen der Sympathie und Antipathie umzugehen
  • Denk- und Spracherziehung

Die beinah unüberschaubare Fülle von Beobachtungen, Ereignissen und Erfahrungen, die unsere Kinder erleben, würde jedes Kind überfordern, wenn ihm nicht im Laufe seiner Entwicklung immer bessere Instrumente zur Ordnung, Systematisierung und Strukturierung zur Verfügung stünden.

Wahrnehmung, Sprache und Denken spielen eng zusammen, wobei sie im Laufe der Entwicklung von unterschiedlicher Bedeutung sind. Zum Beispiel: Ein zweijähriges Kind bei voller Entwicklung seiner geistigen Fähigkeiten kann sich nicht auf die Stufe des symbolischen Denkens stellen. Ebenso kann kein Kind vor Erreichen des Zahlenbegriffes mathematische Operationen höherer Ordnung durchführen.

  • Unsere Kinder lernen u.a.:
  • Farben
  • Formen
  • Größen
  • Gewicht
  • Sortieren - Zuordnen - Unterscheiden
  • Inhaltliches Verstehen des Gehörten
  • Sprache:
    • Zusammengehörigkeit sprachlich ausdrücken
    • Sprache als Mittel des Ausdruckes
    • Fragen beantworten
    • Fragen stellen
    • Sprache als Form des sozialen Miteinander
    • Gespräche führen
    • in Kontakt zu anderen Menschen treten
    • sich mitteilen
  • Ästhetische Elementarerziehung

Ästhetische Elementarerziehung ist ein sehr breites Feld, in dem unsere Kinder Erfahrungen sammeln, Kenntnisse erwerben und Fähigkeiten entwickeln können.

Die Spielform ist dabei die wichtigste Arbeitsform. Denn die innere Motivation unserer Kinder, die Spaß und Freude bringt, am Malen, Kneten und Bauen ist die beste Voraussetzung etwas zu lernen.

Unsere ästhetische Elementarerziehung beschäftigt sich nicht nur mit dem einzelnen Kind, sondern wird häufig in der Gemeinschaft oder Gruppenarbeit durchgeführt.

Unsere Kinder lernen u.a.:

  • Sehen - Wahrnehmen
  • Tasten
  • Feinmotorik der Hand z. B.:
    • Reißen
    • Drücken
    • Falten
    • Auffädeln
    • Flechten
    • Weben
    • Buddeln
    • Kneten
  • Bauen - Konstruieren
  • Malen - Zeichnen
  • Umgang mit didaktischen Materialien (z. B. Steck- und Mosaikspiele)
  • Umgang mit Naturmaterialien
  • Umgang mit Zufallsmaterialien (z. B. Toilettenpapierrolle wird zum Fernrohr)

Religiöse Erziehung im Elementarbereich


Wir sind eine "religionsfreie" Kindertagespflege, d. h. unsere Kinder werden nach keiner bestimmten Religionsrichtung erzogen, dennoch basiert unsere Arbeit auf ethischen Grundsätzen. Wir feiern die im Jahreszyklus geläufigsten religiösen Feste, z.B. Geburtstag, Ostern, Erntedank, St. Martin und Nikolaus und Weihnachten.

Ausgangspunkt der religiösen Erziehung in der Kindergruppe ist die Offenheit des Kindes für die gesamte Wirklichkeit. Ziel ist, dass unsere Kinder wahrnehmen und Fragen stellen. Die Bereiche Licht, Wärme, Leben, Tod und Sprache erfüllen diese Bedingungen.

Der religiösen Erziehung im Elementarbereich sind Grenzen gesetzt. Sie geschieht meist in einer Gruppe von Kindern, bei denen sich die Vielfalt von Weltanschauungen unseres Kulturkreises wiederspiegelt.

Unsere Kinder lernen u.a.:

  • toleranter Umgang mit anderen Ansichten und Einstellungen
  • lebenspraktische und kulturelle Erfahrungen
  • Elementare Musik-, Sport- und Bewegungserziehung

Musik- und Bewegungserziehung wird vom Kind mitbestimmt. Es werden Anregungen gegeben, die der Entwicklung des Kindes gemäß sind. Das Kind hört, sieht, fühlt, greift und untersucht etwas. Durch die Art der Aufgabenstellung wird es angeregt, zu probieren, auszuwählen, zu kombinieren, zu finden und zu erfinden, ... das alles z. B. mittels Rhythmus, Musik, Bild und / oder Sprache.

Musik- und Bewegungserziehung ist als Einheit zu verstehen.

So kommen ihr insbesondere folgende Aufgaben zu:

  • Vorbeugen von Haltungsschäden
  • Trainieren des Gleichgewichtsinns
  • Stärken des Selbstbewusstseins
  • Umwandeln von aufgebauten Aggressionen in sozial positive Kräfte
  • Ausbalancieren der Widerstandskräfte in Partnerübungen Gestalten von spielerischen Tänzen
  • Differenziertes gebrauchen von Händen und Füßen
  • Imitieren von vorgegebene Bewegungsabläufen
  • Entwickeln des Rhythmusgefühls
  • Erlernen von z. B. kulturellem Liedgut, Liedern, Kreis- und Singspiele
  • ?Sporteln" im Garten z.B. in Form Fangspielen, Fußball spielen, Abschlagspielen, Schaukeln, Klettern, Rennen, Toben, QiGong, Trampolin springen, Balancieren, Hindernisslauf, ...)

 

Umwelt- und Sachbegegnung


Die Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungsgrundlagen aus ihren Herkunftsfamilien mit. Um eine pädagogisch sinnvolle Arbeit zu gewährleisten ist es wichtig, den Entwicklungsstand des Kindes zu kennen und in die alltägliche Arbeit mit einzubeziehen.

Eigenes Handeln und Erleben sind die Grundlagen aller Umwelterfahrungen.

Ziele in diesem Bereich sind der Erwerb grundlegender Erfahrungen sowie die Hinführung zu sachgemäßer Auseinandersetzung mit Gegenständen und Erscheinungen der Umwelt.

Unsere Kinder lernen u.a.

  • sich in den Räumen und der Außenanlage zurechtzufinden
  • Gefahrenquellen in der näheren Umgebung z. B. Flughafen, große und kleine Straßen kennen
  • die anderen Kinder ihrer Gruppe kennen
  • andere Eltern kennen
  • Regeln für das Leben
  • Regeln für den Umgang mit Spiel- und Arbeitsutensilien
  • Pflege von Pflanzen
  • Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen (einfache Lebenszusammenhänge erfahren z.B. Samen - keimen)
  • Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von Materialien (Kastanien, Bucheckern, Blätter usw.)
  • Freude an Bilderbüchern, Hören von Geschichten, Reimen und Versen
  • unsere Kultur, Bräuche und Sitten
  • Verschiedene Wetterformen
  • Mülltrennung - warum?